2. Suppenslam 

Im zweiten Slam der Spendenslamreihe waren wie der Name schon sagt zwei Suppenküchen die Empfänger der Spende. Eine Hälfte des Geldes ging an die Rostocker Suppenküche, die andere Überquerte in elektronischer Form einmal den Äquator um dort eine Suppenküche in Südafrika zu unterstützen. Die Idee für diese Kombination der Spendenempfänger entstand durch eine Teilnehmerin des Abends. Paula hat selbst Zeit in Südafrika verbracht und eine persönliche Beziehung zu der Leiterin des Projektes. Uns war es wichtig zu Zeigen, dass unsere sozialen Projekte direkt vor unserer Haustür unterstützenswürdiger denn je sind und unter der Coronasituation leiden, dabei aber nicht die Weitsicht vernachlässigen und auch die prekäre Situation am anderen Ende der Welt im Blick behalten. Die geteilten Spenden waren ein Versuch Brücken zu schlagen in Zeiten an denen mache Täler schier unüberwindbar wirken. Mehr als 100 Zuschauende  und 13 Sponsoren waren am Abend des 08.05.2021 mutig genug um über unsere Brücke zu gehen und beiden Projekten zu spenden.

 

 

Spendenübergabe bei der Rostocker Suppenküche                                 Essensausgabe in den Cape Flats in Kapstadt

 

 

Wenn ihr lieber die Aufzeichnung des Slams gucken als die Zusammenfassung lesen wollt, dann klickt hier.

Wir hatten auch in der zweiten Auflage eine bunte Mischung aus gesungenem und gesprochenem Wort  zusammengestellt. Wir hofften auf einen kulinarisch ansprechenden Samstagabend und sollten nicht enttäuscht werden. Nach einigen anfänglichen technischen Unklarheiten lief der Abend und dessen Übertragung wie am Schnürchen. Nachdem Pascal Emmrich alle Zuschauenden musikalisch mit seiner Gitarre und Loopstation begeistert und den Chat zum explodieren gebracht hatte, feuerten die fünf Wortakrobaten dieses Abends Paula, Tabea, Martje, Neele und Jonas ein poetisches Feuerwerk ab, was frei von Schweißgeruch war, weil es sich gewaschen hatte. Paula zückte ihr BGB und saß trotz hefiger Paragrafenreiterei fest im juristischen Sattel, Tabeas erster Text war ziemlich ermüdend, aber nur weil es darin um Schlafparalyse ging, vorgetragen war er traumhaft. Gleiches galt auch für Martjes ersten Text, in ihm ging es um Emma und Sophie und eben um deren Gleichheit, die letztendlich aber doch nur bedingt gleich war. Gerade als der Abend so schön war und alle fast vergessen hatten, dass es Corona gibt und dass solche Veranstaltungen vor gar nicht allzu langer Zeit noch in Präsenz stattgefunden hatten, holte Neele alle Zuschauenden mit einem sehr bewegenden und ansprechend vorgetragenem Coronalagebericht auf den Boden der Tatsachen zurück und plötzlich vermisste jeder den zwei Meter großen, breitschultrigen Typen der in wahrhaftiger Präsenz so aufrecht vor einem saß, dass, wenn man seinen Hals reckte man doch nur die Hälfte der Bühne sah. Jonas spielte nicht nur eine tragende Rolle bei der Organisation der Veranstaltung, denn in seinem ersten Text trug er seine Mutter nach ihrer eigenen Aussage auf den Mutterolymp. Hoffentlich hatte sie da gutes Internet und konnte sich auch die zweite Runde des Slams angucken. Denn die war nicht minder gut. Zwischendrin war auch immer wieder das musikalisch Chamäleon Pascal zu sehen. Er präsentiere nämlich neben seinen Interpretationen von bekannten Songs auch selbstgeschriebenes Textgut, wenn nicht sogar Textsehrgut. Allen Beteiligten dürfte seine gesungene Gitarrenversion von Eminems Lose yourself im Gedächtnis geblieben sein. Nach zwei bewegenden, lustigen und tiefgründigen Textrunden kam das Publikum zu einem relativ eindeutigen Ergebnis und setzte Neele die umgedrehte Suppenschüssel, die Krone des Abends auf. 

 

Aber weniger auf dem künstlerischen Wettstreit, als viel mehr auf der Unterstützung der sozialen Projekte sollte bei der ganzen Sache das Augenmerk ruhen. Nach der Veranstaltung stand fest: Auch die zweiten Ausgabe der Spendenslam Reihe war ein voller Erfolg. Insgesamt konnten den Suppenküchen etwas mehr als 2100€ übergeben werden. Viele Spender durften sich über Eis- und Kaffeegutscheine freuen, aber vor allem Gewinnerin Neele hatte an diesem Abend das Rundumsorglospaket gebucht und konnte sich über niemals endenden Ruhm, ein Buch und ein Ticket zur Rostocker Stadtmeisterschaft freuen. Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Ende des Abends dann aber doch noch. Von den zum Verkauf stehenden Kunstwerken fand lediglich ein einziges einen neuen Besitzer. ABER: Noch ist nicht aller Tage Abend. Der Kunstshop bleibt geöffnet und die Kunst zum guten Zweck kann auch noch weiterhin erworben werden. Schaut also gerne im Kunstshop vorbei. 

Keinen Wermut sondern Bier und das auch nicht in Tropfen, sondern in Flaschen gab es im kleinen durchgeimpften Kreis im Anschluss an die Liveübertragung. Fazit des Teams: WAS REIMT SICH AUF ZWEI? DREI! 
Wir sagen euch bescheid sobald es Pläne für den dritten Spendenslam gibt. Wer Vorschläge hat, kann diese gerne an die unten genannte E-mail Adresse schicken. Wir freuen uns über coole Projekte die einen ehrlich erslamten Taler gebrauchen könnten.

Bis dahin hoffen wir, dass wir bald wieder was mit euch zusammen machen können, denn Okapis sind Herdentiere.

Die Aufzeichnung des 2.Suppenslams könnt ihr übrigens auf Youtube ansehen. Klickt dazu einfach HIER.

Poesie, Musik und Kunst, alles an einem Abend?
Na klar, das geht! Bei uns in der Kunstauktion gibt es Stickereien von Pascale. Sie hat uns die Stickereien gespendet und der Verkaufspreis kommt zu 100% den Suppenküchen zu guteSucht euch was schönes raus und ab in den Warenkorb damit. 

Spendenübergabe in der Rostocker Suppenküche
Suppenküche Südafrika
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Flyer des 2.Suppenslams zum Download

Wir unterstützen den 2.Suppenslam bereits: 

Auftrittspaten:

Eisscholle Rostock
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OSPA
Home of Nutrition
Radhaus Rostock
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Sachspender:

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